window.onresize = setupSite;
Kontakt | Links | Impressum | Newsletter | Login

Aquarium

Das Biotop im Wohnzimmer?

Aquarien sind in der heutigen Zeit nicht einfach nur mit Wasser befüllte Behältnisse in denen Fische gehalten werden, sondern Unterwasserwelten mit all ihren Facetten des Lebens und den damit verbundenen Schönheiten sich ein Stück Natur in die eigenen vier Wände zu zaubern. Ein natürliches Biotop auf kleinstem Raum. Der Ursprung, wann zum ersten Mal ein Wasserlebewesen in transparenten Behältern gepflegt wurde, lässt sich nicht genau bestimmen. Es gibt Hinweise die zeigen, dass bereits im 17. Jahrhundert erstmalig Paradiesfische in Glasbehältern versucht wurden zu pflegen. Heute wird mit viel technischem Aufwand gearbeitet, um möglichst genau die natürlichen Begebenheiten nachzuempfinden. Dies vor dem Hintergrund, dass das Wissen um organische, chemische und mechanische Zusammenhänge immer mehr enträtselt wird und der Aquarianer weitestgehend versucht diese umzusetzen. 

Bei der Klassifizierung von Aquarien unterscheidet man in erster Linie nach dem Salzgehalt des Wassers. Meerwasseraquarien simulieren Bedingungen die im Ozean vorkommen, Süßwasseraquarien jene, die in Flüssen und Seen existieren.

Besatz

Beim Besatz unterscheiden wir das Gesellschaftsaquarium und das Art-Aquarium. 

Gesellschaftsaquarien beinhalten mehrere Fischarten und/oder Wirbellose, die durchaus von verschiedenen Kontinenten stammen 
können, sofern hier darauf geachtet wird, dass sich die benötigten Wasserbedingungen und Temperaturen gleichen. 

Im Art-Aquarium wird entweder nur eine bestimmte Art gepflegt, die ganz besondere Bedingungen benötigt und die dort exakt 
nachempfunden werden oder es werden mehrere Arten aus der gleichen Familie, bzw. aus der gleichen geografischen Region gepflegt.

Dies ist häufig der Fall bei Züchtern oder Pflegern die die jeweilige Art zur Nachzucht bringen möchten oder wo es sich um eine Art 
handelt, die durch ihr typisches Verhalten nur diese Haltungsweise zuläßt (z.B. Fischfresser).

Wasserbedingungen

Bezeichnungen wie Schwarzwasseraquarium verweisen auf ein tropisches Aquarium mit salzarmem und weichem Wasser, in denen diese Lebensbedingungen simuliert werden. Während in einem Schwarzwasseraquarium nur Arten unterschiedlichster Herkunft gepflegt werden, die stets gleiche Bedingungen benötigen, zeichnet sich ein Amazonasaquarium dadurch aus, dass hier Bedingungen vorherrschen, sowie Arten gepflegt werden, die im gesamten Einzugsgebiet des Amazonas zu finden sind. Das Wasser solcher Schwarzwasseraquarien ist bernsteinfarben bis bräunlich, jedoch kristallklar. 

Bei der Bezeichnung Weißwasser sind Bedingungen gemeint, die in verschiedenen Flüssen Amazoniens vorherrschen und bei denen durch Schwebstoffe (Sedimente) das Wasser sehr milchig und trübe aussieht. Die Sichtweite in diesem Wasser beträgt nur etwa 30 bis 50 cm. Aus aquaristischer Sicht spielen solche Aquarien keine Rolle, da aus o.g. Gründen nur sehr wenig zu erkennen wäre. 

Malawisee-, Tanganjikasee- und Victoriasee-Aquarien oder allgemeiner Ostafrikaaquarien sind mit Fischarten aus den großen Grabenseen in Afrika besetzt und weisen einen höheren Salzgehalt auf, als er beim Amazonasaquarium der Fall ist. Das Wasser solcher Aquarien ist vom pH-Wert her deutlich über pH 7,0 anzusiedeln. Aquarien, die mit westafrikanischen Fischen (z.B. aus dem Kongo) besetzt sind, gehören wieder in den Weichwasserbereich. 

Brackwasser-Aquarien bieten Lebensbedingungen, wie sie in einem Flußdelta zu finden sind. Hier vermischt sich Süßwasser mit Salzwasser. Der Salzgehalt liegt hier zwischen einem Meerwasser und einem Süßwasseraquarium. Fische für solche Aquarien wären zum Beispiel Kugelfische.

Temperatur

Die meisten Aquarien beherbergen tropische Fische oder andere Bewohner. Diese benötigen auf Grund ihrer Herkunft wärmeres Wasser, das sich in einem Temperaturbereich von 22° bis 30°C bewegt. Temperaturbereiche die 27°C dauerhaft überschreiten, treffen nur auf wenige Fischarten zu. Temperaturschwankungen wie sie in freier Natur an der Tagesordnung sind, ausgelöst durch Wolken, Regen, Wind, Schatten  oder Nacht, beschränken sich im heimischen Aquarium eher auf eine Temperaturabsenkung während der nächtlichen Ruhephase. 

Warmwasseraquarien beschreiben ein Aquarium in dem dauerhaft (!) eine bestimmte Temperatur mittels einer Heizquelle, wie Heizstab oder Bodenheizung, aufrechterhalten wird. 

Die optimale Temperatur für die meisten Gesellschafts-Aquarien liegt bei etwa 24 - 26°C.

Kaltwasseraquarien verzichten hier auf eine Heizung und weisen auf Grund ihrer Insassen eher Raumtemperatur auf. Eine Klassifizierung, wann ein Aquarium zum Kaltwasseraquarium wird, existiert nicht. Gerade die sogenannten Kaltwasserfische sind in ihren natürlichen Lebensräumen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt, denen sie sich anpassen müssen.

Aufstellort

Wenn die Anschaffung eines Aquariums beschlossene Sache ist, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wohin mit dem Aquarium? Auch Fragen wie "offen oder geschlossen?" sind zu überlegen. Ängste zum Thema Feuchtigkeit und Schimmelpilze an Wänden durch Verdunstung darf man getrost vergessen! 

Ein offenes Aquarium sorgt gerade durch die natürliche Wasserverdunstung für ein besonders angenehmes Raumklima. Der Aufstellort sollte keine direkte Sonneneinstrahlung haben. Durch Sonneneinstrahlung kommt es sehr schnell zu einem unkontrollierten Algenwachstum. Viel wichtiger ist jedoch das Gewicht. Ein 300 Liter Aquarium übersteigt schnell die 300 Kilo-Marke. 

Eigengewicht des Aquariums, Untergestell oder Schrank, Bodengrund, Dekoration wie Steine etc. plus Wasser ergeben in der 
Summe ein beachtliches Gewicht. Zusätzlich stehen unter Umständen drei Personen vor dem Aquarium, die hineinschauen. Dies gilt es zu berücksichtigen, damit der Nachbar nicht zum Feuchtigkeitsmelder mutiert, falls die ganze Pracht sich plötzlich in seinem Wohnzimmer befindet. Eine tragende Wand oder eine Aussenwand sollte hier als Aufstellort gewählt werden.