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Probleme - Gesund wie der Fisch im
Wasser?

Fische und andere Aquarienbewohner können selbstverständlich auch krank werden. Allerdings enden diese Krankheiten nicht zwangsläufig mit dem Tode des Tiere, sofern rechtzeitig Medikamente gegeben werden. Zu den Bewohnern eines Aquariums zählen nicht nur die sichtbaren Insassen, sondern auch die "Unsichtbaren" und diese sind unseren Pfleglingen nicht immer wohlgesonnen. Sie finden hier eine Auflistung der wichtigsten Krankheitserreger und die hierdurch ausgelösten Krankheiten. 

Weitere Probleme, die dem Aquarianer Ungemach bereiten, werden durch Algen verursacht und schlecht wachsende Pflanzen. Informationen zu diesen Themen sind hier ebenfalls aufgelistet.

Algen - die grüne Pest

Welcher Aquarianer hat sie nicht schon einmal gehabt? Es dürften wohl wenige Aquarien existieren, die nicht schon einmal Besuch der "grünen Pest" hatten. Die Gründe für ein Algenwachstum sind selten  mit ein, zwei Sätzen zu erklären, denn oftmals kommen hier mehrere Faktoren zusammen, die in ihrer Summe zu der Algenproblematik  führen.

Grundsätzlich gilt: 

Algen existieren in jedem Aquarium (zumindest als Sporen) und sie sind immer vorhanden! Algen wachsen nach dem Alles-oder-Nichts-Gesetz. Sind bestimmte Schwellen-  und Grenzwerte im Aquarium erst einmal erreicht, beginnt das muntere Wachstum und der Aquarianer wundert sich warum, es hat doch gar nichts am Aquarium geändert. 

Wer also nun ein  Algenproblem hat, sollte Ursachenforschung (Wasseranalyse!) betreiben, warum die Alge in seinem Aquarium wächst und in Nachbars Aquarium eben nicht und diese Ursachen dann beseitigen.

Keinesfalls sollte der Aquarianer zu sogenannten „Algenkillern“ greifen, denn  jeder Algenkiller ist gleichzeitig auch ein Pflanzenschädiger und ein Zaubermittel das mit Algenvernichtung wirbt und gleichzeitig keine Pflanzen beschädigt, existiert nicht (auch wenn die Industrie das noch so häufig bewirbt!)!

Bakterien - die heimlichen Herrscher

Seit etwa 3 Milliarden Jahren existieren Bakterien auf unserem Planeten. Die Anzahl der bakteriellen Individuen ist unvorstellbar groß und übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Sie gelten, neben den Insekten, als die wahren Herrscher unseres Planeten und können sowohl nützlich, als auch tödlich sein. Ihr Lebensraum erstreckt sich auf sämtliche Bereiche und sie besiedeln die Tiefen der Ozeane, Eis, Salzseen, Boden, Hautoberfläche und den Verdauungstrakt von Mensch und Tier. Bakterien sind Prokaryonten und besitzen demnach eine Zellwand. Zusätzlich haben einige außen um die Zellwand eine Schleimkapsel. Man unterscheidet gram-positive und gram-negative Bakterien. 

Die Unterscheidung der jeweiligen Bakterienart geschieht anhand des unterschiedlichen Aufbaus ihrer Zellwand. Ihre Vermehrung geschieht asexuell durch Zellteilung in Zeiträumen von 20 Minuten bis über 20 Stunden. Aufgrund ihrer angepassten Lebensweise hat der Aquarianer immer wieder mit ihnen zu tun und sie sind verantwortlich für einige der am häufigsten auftretenden Krankheiten im heimischen Aquarium.

Tropische, wie auch unsere heimischen Fische, besitzen ein Immunsystem, dass es ihnen ermöglicht, mit Bakterien und sonstigen Parasiten fertig zu werden. Veränderungen von Umweltfaktoren im Lebensraum der Fische führen jedoch immer wieder zum Ausbruch verschiedenster Krankheiten.

Beim Bekämpfen von bakteriell bedingten Krankheiten ist darauf zu achten, dass sowohl die gram-positiven, als auch die gram-negativen Bakterien erfasst werden. Ein Übermaß beim Einsatz von Antibiotika hat bei vielen Arten bereits eine Resistenz ausgebildet, die eine wirksame Bekämpfung immer schwieriger werden lässt.

Schlechter Pflanzenwuchs

Schlechter Pflanzenwuchs geht fast immer einher mit gut wachsenden Algen. Leider, möchten wir sagen, denn Aquarienpflanzen zu einem guten Wachstum zu verhelfen und damit gleichzeitig die lästigen Algen zu verdrängen ist gar nicht so schwer. 

Doch fängt das Problem schon damit an, dass viele Aquarianer die Wasserpflanzen nur als Dekoration ansehen. Sätze wie "drei Stück reichen doch für mein 80 cm Aquarium" hören wir immer wieder und können darüber ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln! 

Weiter zeigen sich Aquarianer immer wieder verwundert darüber, dass Wasserpflanzen auch ernährt werden wollen und nicht von alleine wachsen ... . Doch der Reihe nach! 

Um das Pflanzenwachstum zu verstehen, muss man sich das sogenannte "Liebig´sche Minimumgesetz" vor Augen halten. Dieses besagt, dass der Ertrag (also das Wachstum) einer Pflanze nur so groß ist, wie der am geringsten im Aquarium vorhandene Nährstoff, den die Pflanze zum Wachstum braucht. Anders ausgedrückt: fehlt der Pflanze ein bestimmter Nährstoff, z.B: CO2, können Sie soviel Eisendünger hinzugeben, wie sie möchten, die Pflanze wird nicht so gut wachsen, wie sie eigentlich könnte!

Pflanzen benötigen also unterschiedliche Nährstoffe und all diese Nährstoffe müssen in einem ausgewogenen und richtigen Verhältnis 
zueinander im Aquarium zur Verfügung stehen!!! 

Der wichtigste Stoff für das Pflanzenwachstum ist das Licht, denn ohne Licht kann keine Photosynthese, d.h. Erzeugung von organischem Material (also Blätter) durch Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie betrieben werden! Wer also sein Aquarium mit irgendeiner Billigleuchte betreibt oder sogar aus Stromspargründen auf das Sonnenlicht setzt, darf sich nicht wundern, wenn Pflanzen schon alleine deswegen nicht grossartig wachsen wollen ... und können!

Als nächstes verlangen Wasserpflanzen unbedingt nach im Wasser gelösten Kohlendioxid (CO2). Die Trockenmasse einer Wasserpflanze besteht schon alleine aus fast 50% CO2 und genau aus diesem Grund  müssen wir dieses für Wasserpflanzen lebensnotwenige Gas dem Aquarium zuführen. Sicherlich gibt es im Aquarium noch versteckte CO2-Quellen, wie z.B. aus Fischatmung erzeugtes CO2, aber diese Quellen reichen nicht aus, den Bedarf der Wasserpflanzen an CO2 zu decken! 

Pflanzen nehmen nicht nur durch Ihre Wurzeln Nährstoffe auf, sondern oder gerade auch durch Ihre Blätter! Bei diesen Nährstoffen unterscheidet man die dauerhaft vorliegenden Nährstoffe, die man nur bei der Neueinrichtung eines Aquariums oder aber beim Wasserwechsel hinzufügt. Wir nennen diese Gruppe der Nährstoffe der Einfachheit halber "Wasserwechsel-Dünger". 

Die Dosierung richtet sich immer nach der Menge des neueingefüllten Wassers! 

Weiter gibt es eine Gruppe von Nährstoffen, die im Aquarium unter Sauerstoffeinwirkung relativ schnell reagieren und für unsere Wasserpflanzen dann nicht mehr verfügbar vorliegen! Zudem sind diese Nährstoffe, sofern man sie übermäßig viel einbringt, giftig! 

Bei dieser Gruppe von Nährstoffen handelt es sich um verschiedene Schwermetalle (Zink, Mangan, Molybdän, Blei, Kupfer etc.), die im Aquarium nur in Spuren vorliegen dürfen und müssen!! Wir nennen Sie der Einfachheit halber "Spurenelement-Tagesdünger" oder abgekürzt nur "Tagesdünger". 

Die Dosierung erfolgt meistens in flüssiger Form und täglich! Da Sie Ihre Fische täglich füttern, dürfte auch die tägliche Pflanzenernährung für Sie kein Problem darstellen. 

Ein großer Fehler wird schon oftmals im Bodengrund gemacht. Zu grober  Kies, zu hohe oder zu flache Aufschüttung, eine fehlende Wärmequelle im Bodengrund und fehlender Bodengrunddünger sind die Punkte, die Pflanzen nicht unbedingt zum Wachstum animieren. 

Trotz aller Bemühungen kann es aber vorkommen, dass eine Pflanze selbst bei besten Pflegebedingungen nicht gedeihen möchte. 

Das liegt daran, dass unterschiedliche Pflanzen unterschiedlich hohe Anforderungen an die Wachstumsbedingungen stellen. Manche Pflanzen kommen damit schneller zurecht, einige wieder weniger, aber allen ist eines gemeinsam: Der Stärkere gewinnt, es ist wie in der freien Natur! Auch dort werden die Pflanzen, die sich am besten und am schnellsten auf die dort herrschenden Bedingungen einstellen können, am besten wachsen und ausbreiten. 

Eine Vielfalt an verschiedenen Pflanzen, wie sie im Aquarium gepflegt werden, gibt es so in der Natur nicht! Insofern sollte man sich darauf einstellen, dass eben trotz aller Bemühungen, die eine oder andere Pflanze bei Ihnen nicht wachsen wird, bei einem anderen Aquarianer aber schon! 

Versuchen Sie aber trotzdem, den Wasserpflanzen bestmögliche Wachstumsbedingungen zu geben oder vorhandene zu optimieren! 
Denn gut wachsende Wasserpflanzen sind mehr als ein bisschen grüner oder roter Farbfleck!

Pflanzen sind der wichtigste Sauerstoffproduzent im Aquarium! Sie dienen als Versteckplatz, als Revierabgrenzung, als Ablaichplatz. 
Manche Pflanzen sind sogar in der Lage, antibiotische Stoffe ins Aquarium abzugeben, auf jeden Fall aber verbessern gut wachsende Wasserpflanzen die Wasserbedingungen für die Pflege unserer Zierfische und zu guter Letzt sind gut wachsende Wasserpflanzen der bestmöglichste Schutz vor den unliebsamen Algen!

Falsche Ernährung

Vorwort 

Zierfische sind beileibe keine Lebewesen, die man ein Leben lang mit einem Futter aus der Dose ernähren kann! 

In der Natur fressen Fische normalerweise das, was sich am oder im Bodengrund befindet (z.B. Tubifex-Würmer und rote Mückenlarven), was im freien Wasser schwimmt (Krebstierchen, Wasserflöhe, Weiße und Schwarze Mückenlarven), Algenaufwuchs an Steinen und Hölzern, sowie alles was von oben auf die Wasseroberfläche fällt (Blütensamen, Insekten etc.). Daraus entnehmen wir, dass Fische sowohl tierische, als auch pflanzliche Nahrung zu sich nehmen. 

Heute unterscheiden wir nach Fischen, die mehr pflanzliche Nahrung zu sich nehmen (herbivor), nach Fischen, die mehr tierische Nahrung zu sich nehmen (carnivor) und Fische, die sich zu beiden Teilen gleich ernähren, also sowohl pflanzliches, als auch tierisches zu sich nehmen (omnivor). 

Doch selbst die Fische, die sich hauptsächlich durch tierische Nahrung ernähren, wie z.B. alle Räuber, nehmen mit ihren Beutetieren auch pflanzliche Nahrung auf, da sich die Beutetiere oftmals pflanzlich ernähren! 

Umgekehrt fressen auch Fische, die sich hauptsächlich durch das Abweiden von Algenaufwuchs auf Steinen ernähren, wie z.B. viele Buntbarsche der großen ostafrikanischen Seen Malawisee, Tanganjikasee und Viktoriasee, mit den Algen auch kleinste Krebstierchen und Hüpferlinge mit. Eine reine Ernährungsform - und sei der einzelne Fisch noch so spezialisiert (und das sind sie zweifellos!) - gibt es also nicht! 

Sicherlich benötigen Pflanzenfresser ein anderes Futter als Fleischfresser, aber die Hersteller von Zierfisch-Markenfutter haben dies erkannt und arbeiten an immer neuen geschmackvollen und für den Zierfisch verwertbaren Futtersorten, die eine abwechslungsreiche und artgerechte Ernährung gewährleisten. 

Trotzdem halten sich bei Zierfischfreunden leider immer noch einige Todsünden der Zierfischernährung, die wir hier näher beschreiben wollen.

Futtermittel im Großgebinde kaufen

Der Kauf von 5 Liter Großgebinden (oder noch größer), womöglich noch in Plastikbeuteln, birgt neben dem Vorteil des günstigen Preises eine Menge an Risiken. Das Problem dabei ist der Zeitraum, den es dauert, diese große Menge an Futter zu verfüttern. Kurzum, ein Futtermittel wird schlecht, wenn es über einen längeren Zeitraum ungekühlt gelagert wird!

Jeder von uns weiß das und niemand von uns käme auf die Idee, sich Hackfleisch kiloweise auf Vorrat zu kaufen und bei Zimmertemperaturen wochenlang zu lagern bis alles aufgegessen ist. Genau das geschieht aber bei unseren Zierfischen! Und noch schlimmer, hier werden die Futtermittel oftmals und ohne Bedenken im warmen Unterschrank bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert. 

In das geöffnete Futtergebinde eintretender Sauerstoff und die hohe Luftfeuchtigkeit zerstören lebenswichtige Vitamine und andere Nährstoffe. Schnell bilden sich Pilze und Bakterien, Milben und Insektenlaven siedeln sich an und machen das Futter zu einer großen Gefahr für unsere Zierfische. 

Milben und Insektenlarven mag man ja noch in einem Anfall von Humor als willkommene Speiseplanabwechslung abtun, bei Bakterien und Pilzen jedoch hört der Spaß auf! Insbesondere Pilze bilden häufig hochgiftige Stoffwechselprodukte, die schon in geringsten Mengen innere Organe, wie die Leber der Fische tödlich schädigen können! 

Kaufen Sie Zierfischfutter nur in einer Größe, welches maximal innerhalb von vier Wochen verfüttert ist!

Frostfutter im gefrorenen Zustand verfüttern

Eine weitere Unart ist es, gefrorenes Futter in gefrostetem Zustand zu verfüttern, frei nach dem Motto: die Fische können ja eh nur das fressen, was aufgetaut ist. 

Teilweise ist dies sogar richtig, die Crux bei dem Thema ist nur das Fische als wechselwarme Wesen es nicht gewöhnt sind, unterschiedliche Temperaturen des Futters auszugleichen. Sie sind also nicht in der Lage, gekühltes Futter auf ihre Körpertemperatur zu erwärmen. 

Warmblüter (wie wir Menschen z.B.) können gekühlte Lebens-/Futtermittel mit dem Mund erwärmen, bevor es in den Magen gelangt, 
Zierfischen fehlt diese Gabe. Zudem sind Fische Brockenfresser, die gierig ihr Futter sofort herunterschlucken und nicht erst großartig im Mund mit sich tragen, bis es eine angenehme Temperatur zum Herunterschlucken at! 

Kommt es durch die Fütterung von gefrostetem Futter öfters zu Magenverkühlungen, führt dies unweigerlich zu Entzündungen und in der Folge zu Magengeschwüren. 

Frostfutter ist nur in aufgetautem Zustand zu verfüttern! Wie das geht, erfahren Sie im Folgenden.

Frostfutter falsch auftauen

Ja, sie haben richtig gelesen; man kann Frostfutter auch falsch auftauen!

Viele Aquarianer und leider auch viele Zoofachhändler tauen Frostfutter über Nacht, bzw. über Tag auf. Dabei bilden sich aber Bakterien, bzw. die Bakterien, die schon zum Zeitpunkt des Einfrostens an den Futtertieren hafteten, werden mit dem Auftauen sofort wieder aktiv und vermehren sich massenhaft. 

Eine weniger gefährliche Magen-/Darmreizung ist für den Zierfisch noch eine der harmloseren Folgen. 

Zudem vergessen viele Aquarianer das Auftauwasser von solchen Futterportionen wegzuschütten. Dieses Auftauwasser enthält aber beträchtliche Mengen an Phosphaten und Nitraten und manches Algenwachstum im Aquarium ist auf eine übermäßige und falsche Verfütterung von Frostfutter zurückzuführen. 

Frostfutter ist unter fließenden, handwarmen Wasser aufzutauen! Dabei werden auch schädliche Bakterien, sowie belastende Flüssigkeiten weggespült.

Lebendfutter selbst fangen

Lebendfutter ist sicherlich das beste Futter, welches man seinen Zierfischen bieten kann und auch das selbst fangen macht durchaus 
Spaß, aber zwei große Gefahrenpunkte sollte man nie vergessen:

Erstens kann Lebendfutter viele Parasiten ins Aquarium einschleppen und Zweitens kann Lebendfutter angereichert sein mit Giftstoffen, Schwermetallen oder Düngemitteln. Diese Stoffe können sich im Körper des Fisches anreichern und irgendwann den Körper derart schwächen, dass die Abwehr gegen Krankheiten nicht mehr in genügendem Maß möglich ist. Die Folge ist, der Fisch wird krank. 

Kaufen Sie Lebendfutter für Zierfische nur im Fachhandel. Dieses Lebendfutter stammt aus speziellen Kulturen und ist frei von Parasiten und Giftstoffen.

Rinderherz

Es ist leider aus Aquarianerkreisen nicht totzukriegen: die Fütterung von Zierfischen, insbesondere von größeren Buntbarschen (Diskus), mit Rinderherz. Dabei stellt diese Art der Fütterung bestimmt keine artgerechte Fütterung dar, sonder geschieht einzig und alleine aus monetären Gründen! Rinderherz ist ein Mastfutter und wird insbesondere deswegen bei den Diskus eingesetzt, weil sich mit dem Diskus immer noch richtig viel Geld verdienen lässt! 

Dabei ist Rinderherz für Zierfische nur sehr, sehr schwer verdaulich, weil die Fette des Rinderherzens selbst bei Raumtemperatur noch absolut fest sind. Fische aber sind wechselwarme Lebewesen, die darauf angewiesen sind, Fette in verdaulichem, d.h. flüssigem bis streichfähigem Zustand zu sich nehmen zu können und das ist bei den Fetten aus dem Rinderherz eben nicht der Fall! Selbst bei Raumtemperaturen ist diese Fettquelle noch absolut fest und unverdaulich! Die Futterenergie stammt also beim Rinderherz einzig und alleine aus den Eiweißen, aber dies scheint uns dann doch eine ziemliche einseitige Ernährung zu sein. 

Fazit: Rinderherzverfütterung hat bei Zierfischen nichts zu suchen. Der einzige Erfolg liegt in einem kurzzeitig schnellen Wachstum (und genau damit verdienen die Großzüchter ihr Geld!). Die Nachteile wie Verfettung, Magen- und Darmprobleme, sowie eine Verkürzung des Lebensalters schließen eine solche Art der Fütterung eigentlich aus! Warmblüterproteine und Warmblüterfette haben nichts in der Zierfischernährung zu suchen und sie machen unsere Zierfische krank! Lipoide Leberdegeneration (fütterungsbedingte Verfettung) oder Verfettung (Steatosis) entstehen durch einseitiges oder Überfüttern minderwertigen Futters, welches dann zu einer Leberschädigung führt. Es ist die häufigste und unerkannte Ursache für Fischsterben im aquaristischen Bereich!

Schlusswort

Sie sehen also, wie wichtig eine gute und abwechslungsreiche Ernährung für unsere Zierfische ist: Dabei ist sowohl auf die Art des Futters zu achten, auf die Haltbarkeit und Aufbewahrung des Futters, sowie auf die Darreichung. 

Hier Fehler aus Kostenersparnisgründen zu machen kann vielfältige Folgen bei unseren Pfleglingen nach sich ziehen. 
Die häufigsten Folgen sind: 
Abmagerung (Kachexie), Verfettung /Steatosis), Unfruchtbarkeit, Laichdegeneration, Wachstumsstörungen, Magen-, Darmentzündungen, blasse Farben, Apathie, Anfälligkeit für Krankheiten allgemein, sowie Körperverkrümmungen. 

Besonders bei Guppyweibchen lassen sich solche Wirbelsäulenverkrümmungen immer wieder beobachten. Wenn Guppyweibchen 
z.B. sehr viele Jungfische austragen und quasi "Dauerschwanger" sind, kommt es häufig zu einer mechanischen Wirbelsäulenverkrümmung. Solche Verkrümmungen fallen bei trächtigen Tieren nicht auf, da die ausgetragenen Jungfische diese Krümmung "ausgleichen". Bei langgestreckten Guppy-Weibchen ist dies häufig zu beobachten, denen ein regelrechter Buckel wächst. 

Bei männlichen Guppys ist diese Verkrümmung eher seltener zu beobachten und die Ursache sehr häufig krankheitsbedingt. Befinden sich die Tiere noch in ihrer Wachstumsphase, können diese Schäden dauerhaft zurÜckbleiben und sich mit zunehmenden Alter noch verstärken. 

Eine Nahrungsverweigerung (Anorexie) bei Fischen ist nicht unbedingt  krankheitsbedingt. Anorexie steht immer in direkten Zusammenhang zu den Lebensbedingungen. Eine Verschlechterung der allgemeinen Wasserparameter (Sauerstoff, Ammonium/Ammoniak, Nitrit, pH-Wert) ist die häufigste Ursache.

Nicht alles was Fischen schmeckt und gierig und gerne gefressen wird, ist für Fische auch bekömmlich! Die Ernährung unserer Zierfische sollte sich immer an der Natur orientieren. Dies betrifft sowohl die Zutaten, als auch die Darreichungsform! So sind Fische z. B. kein "Flockenschlürfer", sondern Brockenfresser und die Nahrung muss auf die Maulgrösse der Zierfische abgestimmt sein. 

Wir empfehlen Granulatfutter in der entsprechenden Körnungsgröße für das Maul des Zierfisches. Abwechslung bringen Lebendfutterzugaben aus biologisch einwandfreien Quellen oder, wer mit Lebendfutter nicht zu recht kommt, der mag auf gefriergetrocknete Futtertiere zurückgreifen. Diese haben zudem den Vorteil, dass sie sich hervorragend noch mit einem Vitaminmittel vitaminisieren lassen!