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Technik

Ist Technik notwendig?

Ja, denn um ein Aquarium dauerhaft zu betreiben, sind verschiedene technische Geräte notwendig. Wenn die Frage geklärt ist, welche Art von Aquarium nun den Weg ins heimische Wohnzimmer finden soll, landet man zwangsläufig beim nächsten Punkt: Was benötige ich dazu? 

Generell gilt: Licht, Filter und Heizung sind das Mindeste, um ein Aquarium dauerhaft zu betreiben und dementsprechend muss man diese technischen Geräte an die Größe des Aquarium, sowie an den Besatz der kommenden Pfleglinge anpassen.  

Fragen in Bezug auf Stromverbrauch müssen vorher geklärt sein und gerade hier wird aber häufig der Fehler begangen, das kleinere Gerät zu wählen, um ein Aquarium sparsam zu betreiben. Dies birgt in seiner Konsequenz die dann vielfach zu beobachtenden Probleme, welche sich nach einiger Zeit einstellen und im Umkehrschluss dann wieder zu Mehrkosten führen. Probleme zeigen sich dann z.B. in einem verminderten Pflanzenwuchs mit den dadurch resultierenden Schwierigkeiten für andere Beckeninsassen. 

Licht - Leuchtstoffröhren

Fast alle Komplettaquarien kommen mit einer doppelten Röhrenkombination daher. Es ist wichtig zu wissen, dass Leuchtstoffröhre 
nicht gleich Leuchtstoffröhre ist, denn die Lichtleistung ist der maßgebliche Faktor für ein gesundes Pfanzenwachstum im Aquarium. 
Bis zu einer Beckenhöhe von etwa 50cm sind die handelsüblichen T8-Leuchtstoffröhren (Röhren mit 25mm Durchmesser) durchaus ausreichend. Überschreitet man aber diese Höhe wird nur noch ein Bruchteil des Lichtes am Bodengrund des Aquariums ankommen und die dort wachsenden, klein bleibenden Pflanzen erhalten nicht genügend Licht. 

Es ist daher generell notwendig zusätzlich einige Reflektoren anzubringen, die das abgestrahlte Licht bündeln und dadurch deutlich die Lichtleistung erhöhen.  Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Leuchtmittel das notwendige Pflanzenspektrum liefern. Schwarzlichtröhren oder echte Farbröhren wie rot oder blau haben über einem Süßwasseraquarium nichts verloren und führen innerhalb kürzester Zeit zu unerwünschten Nebeneffekten wie Algenwachstum oder Kümmerwuchs.

Mittlerweile existieren Leuchtstoffröhren, die im Bereich von 400 bis 700 Nanometer Licht-Wellenlänge ein sogenanntes "Algenloch" bieten und eine algenhemmende Wirkung zeigen. Dennoch wird hier immer noch ein für Pflanzen förderliches Licht erreicht. 

Quecksilberdampfleuchten (HQL) 

Im Gegensatz zu Leuchtstoffröhren, die ihr Licht gleichmäßig über eine große Fläche abgeben, haben HQL-Lampen eher einen kleineren, nach unten breiter werdenden Strahlungsbereich, geben dafür aber auch mehr Licht in größere Wassertiefen ab! HQL-Lampen sind also prädestiniert für größere, oben offene Aquarien! HQL-Lampen sehen ähnlich aus wie normale Glühlampen, ja sie haben sogar dasselbe Schraubgewinde, aber in Ihrer Funktion und ihrem Aufbau unterscheiden sie sich deutlich! 

Jede HQL-Lampe besitzt auf der Innenseite des Quarzglases eine Leuchtstoffbeschichtung. Diese wird durch den Quarzglas-Brenner, 
ausgelöst durch eine unsichtbare ultraviolette Strahlung zum Leuchten gebracht. HQL-Lampen benötigen unbedingt ein Vorschaltgerät. Beim Einschalten ist darauf zu achten, dass es einige wenige Minuten dauert, bis sichtbares Licht erzeugt wird. Ihre Lampe ist also nicht kaputt, wenn sie nicht gleich anspringt! Gleiches gilt auch, wenn sie die Lampe ein- und dann wieder ausschalten möchten. 


Die Lampe braucht etwas Zeit, um in ihrem Inneren abzukühlen und den Gasdruck im Brenner zu senken. Erst dann ist sie wieder betriebsbereit. Verschiedene Lichtfarben sucht man bei diesem Lampentyp vergebens. Durch die Beschichtung des Lampenkörpers mit dem Leuchtstoff, wird das sonst normal bläulich-weißliche Licht im rötlichen Spektrum ergänzt. Typisch für alle HQL-Lampen ist jedoch, das einige Spektralbereiche des Lichts Spitzenwerte liefern, während andere Spektralbereiche fast komplett ausfallen.


Metalldampfleuchten - HQI

HQI-Lampen kommen meistens bei offenen Aquarien zum Einsatz und stehen in Wattstärken von 70 Watt bis 1000 Watt zur Verfügung. Diese Lampen sind die einzigen, die im Wasser genau den gleichen Effekt auslösen, wie er durch die Sonne erreicht wird. 


Das typische "Glitzern" im Wasser, die entstehenden "Kringel", ausgelöst durch Wasserbewegungen, sind ein nicht zu unterschätzender Effekt,  den so mancher Aquarianer nicht missen möchte. 

Kurzum, diese Lampen bieten genau den Effekt, den man selbst bei einem Blick in ein professionelles Aquarium beobachtet, oder der einem aus Unterwasseraufnahmen im Gedächtnis ist. 

Für Aquarien mit einer Beckenhöhe über 70cm sind solche Lampen das Mittel der Wahl. In der Farbwiedergabe (Kelvin) werden hier sehr hohe Werte erreicht. Reflektoren sind hier nicht nötig, da diese bereits in die Lampen integriert sind.




Achtung! 

HQI-Lampen können sehr heiß werden, daher ist während des Betriebs Vorsicht geboten. 

Der Filter

Ein Filter ist nur die allgemein benutzte Kurzform dessen, was unser Aquarienwasser am Leben erhält. Es handelt sich hierbei um das wichtigste Gerät, das zum Betrieb eines Aquariums unabdingbar ist. Ob nun ein Topffilter, Innenfilter, Kreiselfilter, Hamburger-Mattenfilter oder Rieselfilter zum Einsatz gelangt, ist von persönlichen Vorlieben abhängig, vom zu betreibenden Aquarium und/oder dem Geldbeutel. Funktionieren tun alle. In der Regel finden sich Innenfilter bei den meisten Aquarianern im Einsatz, gefolgt vom Topffilter. 

Nun ist es nicht so, dass ein Filter das Wasser (wie allgemein angenommen) säubert, sondern hier wird diese Funktion von besonderen 
Bakterienübernommen, die im Filter leben. Einige davon verrichten ihr  Werk unter Einbeziehung von Sauerstoff, andere unter Ausschluss von 
Sauerstoff. Der Filter mit integrierter Pumpeneinheit bietet also nur die notwendige Lebensgrundlage, damit diese Bakterien überleben können. 

Wasser wird durch verschiedene Filtermedien gepumpt und hier von den dort ansässigen (sessil) Bakterien seiner Schadstoffe entledigt. Das einströmende Wasser gelangt gereinigt zurück ins Aquarium und simuliert eine Strömung, die dadurch für eine Wasserbewegung 
und somit wieder für eine Sauerstoffanreicherung sorgt. 

Natürlich sind die Vorgänge wesentlich komplexer, aber man kann sich einen Aquarienfilter als "Miniklärwerk" im Wohnzimmer vorstellen. 

Außenfilter sind für größere Aquarien vorzuziehen, da sie deutlich mehr Abbauleistung an Schadstoffen realisieren können. 

Außenfilter »professionel 3e« für Aquarien bis ca. 400 laquael-aquarium-innenfilter-uni-1000-(1000-l-h).jpg

Heizstab

Zum Erwärmen des Aquarienwassers werden in der Regel sogenannte Stabheizer benutzt. Diese Geräte sind darauf ausgelegt, ihre eingestellte Temperatur ans Wasser abzugeben und dieses so auf die für Lebewesen erforderliche Temperatur zu bringen und zu halten. Der Vorteil eines Heizstabes liegt in seiner kostengünstigen Anschaffung. Qualitativ hochwertige Modelle sind ab € 20.- aufwärts zu erwerben.

Als Faustregel für die Heizleistung eines Heizstabes gelten 0,5 Watt je Liter. Für ein 200 Liter Aquarium würde man also im Idealfall einen 100 Watt-Heizstab benutzen. 

Leider birgt dieses Gerät aber auch einige Nachteile, die trotz vorsichtiger Anwendung immer wieder zu Unfällen führen. Die unmittelbare Oberfläche des Heizstabes ist extrem heiß. Für Fische bedeutet es  Verbrennungsgefahr. Neuere Geräte kommen hier mit einer Art "Schutzkäfig" daher, um diesem Problem entgegen zu wirken. Eine  weitere Gefahr ist das Platzen des Glaskolbens beim Wasserwechsel, sofern man vergisst, den Stecker vom Netz zu nehmen. 

Das Gerät überhitzt, wenn es nicht mehr von außen mit Wasser gekühlt  wird und das Glas platzt, nachdem es wieder mit dem kühleren, neu aufgefüllten Wasser in Berührung kommt. Im günstigsten Falle hat der Aquarianer einen defekten Heizstab mit Glassplittern im Aquarium. 

Im wesentlich gefährlicherem Falle kommt es zu einem Zusammentreffen von Wasser mit Strom! Sollte die Sicherung nun noch nicht eingesetzt und den Strom abgestellt haben, steht das Aquarienwasser unter Strom! Man kann sich die Gefahr für Leib und Leben vorstellen. 

Die Bodenheizung

Eine Bodenheizung ist im Prinzip das, was sich mancher in sein Haus einbaut. Die Wärme wird über die gesamte Fläche verteilt gleichmäßig ans Wasser abgegeben. Dadurch erreicht man eine wesentlich genauere Wassertemperatur, gepaart mit einer kürzeren Heizperiode. 

Funktionsweise: Mittels eines Heizkabels, das am Aquarienboden mit Saugnäpfen fixiert und dann in Schleifen verlegt mit Bodengrund überdeckt wird, wird Wärme durch den Boden ans Wasser abgegeben. Bei den Heizspiralen handelt es sich um silikonummantelte Heizkabel im Niedervoltbetrieb. 

Der Trafo befindet sich außerhalb des Aquariums und ist mit einer zusätzlichen Schmelzsicherung versehen. Die Vorteile einer Bodenheizung sind ein eindeutig besseres Wärmeklima im Aquarium, verbessertes Pflanzenwachstum und kürzere Heizphasen. Weiterhin befinden sich keine stromführenden Teile im Aquarium. Kommt es zu einer Beschädigung des Kabels im Bodengrund, führt die Sicherung im Trafo zu einem Einstellen des Betriebs. 

Der Nachteil einer Bodenheizung liegt in ihrem höheren Anschaffungspreis begründet und hält viele Aquarianer davon ab, dieses Gerät zum Einsatz zu bringen. Gleichwohl können aber mit den handelsüblichen Bodenheizungen durchaus auch größere Aquarien betrieben werden. Erwähnenswert ist aber auch die lange Haltbarkeit einer Bodenheizung, die die Lebensdauer von Heizstäben um ein Vielfaches übertrifft.
 
Acculux Wärmematte für Aquarien 60 Watt